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Taubenwehr

Das grundsätzliche
Ziel der Taubenwehr ist, den Tieren nach Möglichkeit alle Nist-, Schlaf-
und Rastgelegenheiten mechanisch zu verbauen. Unter Einsatz von verschiedenen
Hilfsmitteln wird den Tauben das Anfliegen, Absitzen und Einnisten verunmöglicht.
Die vorzugsweise eingesetzten Hilfsmittel sind Spanndraht, Aufsitzverhinderer
(Spikes) oder Netze. Unter Berücksichtigung der baulichen Esthetik
und den entsprechenden Möglichkeiten
ist es unser Ziel, den grösstmöglichen Erfolg zu erreichen.

Es gibt eine
ganze Anzahl von Vögeln, die ganz von Gebäuden abhängig sind,
da sie darin
ihre Nester bauen. Es sind Vögel, die ursprünglich auf Felsen
oder in hohlen Baumstämmen genistet haben und nun entsprechende Stellen
in den Gebäuden zum Nisten aufsuchen. Gewisse Vögel sind normalerweise
gern gesehene Gäste im Haus und die Freude daran ist meist grösser
als der Ärger. Man sollte aber beachten, dass Vogelnester manchmal
Brutstätten gewisser Parasiten und einiger Textilschädlinge sein
können.
Haustaube
(Columba
livia domestica)

Die Tauben unter
dem Dach sind verwilderte Haustauben und stammen wie diese von der Felsentaube
ab. Sie bauen ihr Nest an hohen Plätzen auf Vorsprüngen und
benötigen nur wenig Nistmaterial. Meist besteht das Nest aus einem
Kothaufen mit einigen Halmen darin, kann aber im Lauf der Zeit einen grossen
Umfang annehmen. Zeitig im Frühjahr beginnen die Tauben mit der Eiablage
und können im Lauf des Sommers gut ein Dutzend Junge aufziehen. Die
Tauben verursachen einigen Schaden, indem sie Gebäude verunreinigen,
und ihre Nester können Brutstätten für lästige Kleintiere
sein, die auch in Wohnungen eindringen können. Der wichtigste Grund,
den Tauben zu misstrauen, ist, dass sie eine Menge ziemlich gefährlicher
Krankheiten übertragen können. Die Zahl solcher Fälle ist
allerdings nicht gross. Allgemeine Bekämpfungsmassnahmen haben nur
kurzfristige Wirkung und als beste Methode hat sich gezeigt, den Tauben
möglichst wenig Nistplätze zu bieten, indem Gesimse verdeckt
und Dachfenster geschlossen werden.
Haussperling
(Passer
domesticus)

 Er ist sowohl in
der Nahrung als auch mit seinen Niststätten ganz vom Menschen abhängig.
Es ist ein typischer Kolonievogel, der sein ganzes Leben, 3-4 Jahre,
an seiner Brutstelle verbringt. Er ist Standvogel und bleibt das ganze
Jahr in der Kolonie, wobei die Nester im Winter als Schlafstellen verwendet
werden. Im März und April wird Nistmaterial für die unregelmässigen,
kugelförmigen Nester gesammelt, die aus Fasern, Haaren, Federn und
anderen zufällig gefundenen Gegenständen bestehen. Im Sommer
ziehen die Sperlinge 2-3 Bruten hoch. Ihre Nahrung suchen sie meist
in Gruppen am Boden. Die Jungen erhalten Insekten, sonst lebt diese Art
von Samen und Abfällen und kann in der Landwirtschaft an Getreide
und Tierfutter schädlich werden, ebenso an Futtermittellagern.

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